Allgemeines zum Thema Schlaganfall

Beim Schlaganfall handelt es sich um einen Hirninfarkt, der entweder durch Blutung oder Minderdurchblutung der Gehirngefäße hervorgerufen werden kann. Je nachdem unterscheidet der Mediziner zwischen Ischämischem Schlaganfall bei Minderdurchblutung der Nervenzellen des Gehirns oder hämorrhagischem Schlaganfall, für den Gehirnblutungen verantwortlich sein können. Letztgenannte Form des Schlaganfalls wird auch als sekundäre Ischämie bezeichnet, da Blutungen in zentralen Gehirnregionen zwangsläufig zu einem Blut- und Sauerstoffmangel in nachrangigen Gehirn- oder Körperregionen führt. Andererseits können mögliche Gehirnblutungen aber auch beim primär ischämischen Schlaganfall nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

In jedem Fall ist beim Schlaganfall eine schnelle und möglichst fachkundige Hilfe dringend erforderlich, um bleibende Schäden zu verhindern. Idealerweise dient eine sogenannte Stroke Unit, eine auf Patienten mit Schlaganfall spezialisierte Abteilung einer neurologischen Klinik, als erste Anlaufstelle. In den Stroke Units, die allerdings nicht in jeder Neurologie vorhanden sind, wird die bestmögliche Versorgung nach einem Schlaganfall gewährleistet. Von der Diagnostik über Behandlung und Therapie bis hin zur Rehabilitation ist das Personal in den Stroke Units bestens auf den Umgang mit Schlaganfall-Patienten vorbereitet. Entscheidend für die vollständige Genesung ist und bleibt jedoch das frühzeitige Erkennen von Symptomen für einen Schlaganfall. Erste Anzeichen für einen Schlaganfall sind oft Ausfallerscheinungen wie Lähmungen, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen, auf die dann umgehend reagiert werden sollte.

Ohne medizinische Betreuung kann der Schlaganfall innerhalb relativ kurzer Zeit zum Tod des Patienten führen. Der Schlaganfall ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache. Die häufigste Form des Schlaganfalls ist der ischämische Infarkt, also ein durch Minderdurchblutung bedingter Schlaganfall, der in Deutschland rund 7 – 10 Mal häufiger diagnostiziert wird als Hirnblutungen bzw. sekundäre Ischämien. In dieser Statistik werden ferner auch Schlaganfälle geführt, die durch Blutungen im Liquorraum, der unmittelbaren Umgebung des Gehirns, hervorgerufen werden oder aus unbekannten Gründen eintreten. Im Vergleich zu primären oder sekundären Ischämien sind diese Formen des Schlaganfalls jedoch relativ selten.