Schlaganfall Behandlung

Wie bei vielen anderen Erkrankungen, kommt es auch beim Schlaganfall vor allem auf die Behandlung im frühen Stadium an. Der Grundsatz, wonach die Erste Hilfe Leben retten kann, gilt beim Schlaganfall in besonderer Weise. Daher ist beim Auftreten der ersten Symptome und der mutmaßlichen Diagnose für Schlaganfall nicht nur die sofortige Verständigung des Notarztes von zentraler Bedeutung, sondern in erster Linie auch die Behandlung und Erstversorgung des Patienten bis zum Eintreffen der medizinisch fachkundigen Hilfe. Dieser Faktor wird beim Schlaganfall häufig unterschätzt, was zu bleibenden Schäden oder im ungünstigsten Fall sogar zum Tod des Patienten führen kann.

Als Sofortmaßnahmen bei Schlaganfall ist es besonders wichtig, mit dem Patienten in Kontakt bzw. idealerweise im ständigen Gespräch zu bleiben, um so nach Möglichkeit zu verhindern, dass dieser das Bewusstsein verliert. Darüber hinaus sollte der Oberkörper in eine aufrechte Position gebracht werden, wobei der Patient aber auch sitzen darf. Diese Maßnahme soll das weitere Einbluten in das Gehirn verhindern, sofern es sich um einen durch Gehirnblutung bedingten Schlaganfall handelt. Sobald der Notarzt eingetroffen oder der Patient in anderer Weise einer medizinischen Behandlung zugeführt wurde, etwa durch Verbringen in eine Stroke Unit oder ein sonstiges Krankenhaus, sollten die Ersthelfer eine kurze Schilderung der Symptome und der vorgenommenen Sofortmaßnahmen liefern können.

Je nachdem, welche Art von Schlaganfall beim Patienten diagnostiziert wird, entscheiden die Ärzte die jeweils geeignete Form der Behandlung. Bei Minderdurchblutung, etwa in Folge eines Blutgerinnsels im Gehirn, ist beispielsweise das Verabreichen von blutverdünnenden Mitteln üblich, was in der Regel intravenös oder interarteriell geschieht. Selbst die erfahrensten Spezialisten können einen Schlaganfall bzw. dessen genaue Ursache aber erst mittels CT- oder MRT-Untersuchung absolut zweifelsfrei diagnostizieren. Sobald diese lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen abgeschlossen sind, bleibt der Patient noch mehrere Stunden, gegebenenfalls auch Tage, unter ständiger ärztlicher Beobachtung im Krankenhaus. Danach beginnt die Phase der Rehabilitation mit dem Ziel der möglichst vollständigen Genesung des Patienten.