Schlaganfall Prävention

Bei der Frage, wie einem Schlaganfall am wirkungsvollsten vorgebeugt werden kann, empfiehlt sich ein Blick auf die Ursachen für diese Krankheit. Relativ deutlich wird dabei ersichtlich, dass ein ungesunder Lebenswandel nicht nur das Risiko eines Schlaganfalls deutlich erhöht, sondern auch für Herzinfarkte und weitere Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen können sowohl direkt zum Schlaganfall führen als auch indirekt, etwa als begünstigender Faktor für Bluthochdruck. Ein besonders hohes Risiko für einen erneuten Gehirninfarkt tragen Patienten, die in der Vergangenheit bereits einen Schlaganfall erlitten haben und die sich deshalb in besonderer Weise an der Prävention interessiert zeigen sollten.

Begleitend zu den sonstigen Therapien, die in erster Linie dem Wiedererlangen von zunächst verlorenen Fähigkeiten dienen sollen, müssen Schlaganfall-Patienten nicht selten blutverdünnende Mittel wie ASS (Acetylsalycylsäure) oder Marcumar einnehmen, um die erneute Bildung von Blutgerinnseln und damit die Verstopfen der im Gehirn verlaufenden Nervenbahnen und/oder Arterien und Blutgefäße zu vermeiden. Hierbei kommt es jedoch entscheidend auf die richtige Dosierung an, die ständig von einem Arzt kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden muss. Eine zu starke Blutverdünnung kann andererseits ebenfalls zu einem erneuten (oder auch erstmaligen) Schlaganfall führen, da sekundär ischämische Schlaganfälle vor allem durch Gehirnblutungen verursacht werden, die wiederum durch die langfristige Einnahme von blutverdünnenden Mitteln begünstigt werden können.

Zu den Risikogruppen im Zusammenhang mit Schlaganfall gehören außerdem Diabetiker, die sich aufgrund ihrer Zuckerkrankheit ohnehin schon mehr oder weniger zwangsläufig einem gesunden Lebenswandel unterwerfen müssen. Dennoch erhöht Diabetes das Risiko eines Schlaganfalls ebenso um ein Vielfaches wie starkes Übergewicht. Vermeidbare Faktoren wie Übergewicht, Rauchen oder Alkohol beanspruchen das Immunsystem des Körpers im Allgemeinen, was sich in den diesbezüglichen Statistiken im Speziellen beim Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen oder eben primär ischämischen Schlaganfall bemerkbar macht. Vorerkrankungen wie ein bereits in der Vergangenheit erlittener Schlaganfall, Diabetes, Gefäßmissbildungen oder auch Leberzirrhose hingegen erhöhen vor allem das Risiko für einen sekundär ischämischen, also durch eine Gehirnblutung verursachten Schlaganfall.